Brandschutzhelfer im Betrieb

Brandschutzhelfer im Betrieb – überlebenswichtig im Notfall oder verzichtbar? Das deutsche Gesetz spricht hier eine klare Sprache: In jedem Unternehmen, und sei es noch so klein, müssen innerhalb des Betriebes Brandschutzhelfer ausgebildet werden. Unsere Erfahrung zeigt zudem, dass gut ausgebildete Brandschutzhelfer nicht nur das Betriebsklima verbessern, sondern jenes berühmte Zünglein an der Waage sein können, das bei einem Brand die große Katastrophe verhindert und Leben rettet. 

Erfahren Sie in diesem Artikel, wann Sie Brandschutzhelfer im Ihrem Betrieb brauchen und wie sie ausgebildet werden müssen. 

Brandschutzhelfer retten Leben.

Ob Bürogebäude, Bäckereien, Schreinereien, Altenheime oder IT-Firmen: Wo Sauerstoff ist, kann ein Feuer ausbrechen – und da wir Menschen Sauerstoff brauchen, um zu überleben, bewegen wir uns immer mehr oder weniger in einer Umgebung, bei der es zu Bränden kommen kann. Für die Sicherheit in den eigenen vier Wänden müssen wir privat sorgen, so gut wir es vermögen oder wollen. 

Doch in Unternehmen ist der Brandschutz „Chefsache“. Sie sind also als Unternehmensleiter gesetzlich dazu verpflichtet, für ein sicheres Betriebsgeschehen zu sorgen und alle Vorkehrungen zu treffen, damit es nicht zu einer Katastrophe kommt oder gar Menschen ihr Leben verlieren. 

Ein wichtiges Element eines solchen Vorsorge-Konzeptes sind die Brandschutzhelfer innerhalb eines Betriebes. Brandschutzhelfer im Betrieb sind Mitarbeiter, die eine spezielle Ausbildung absolviert haben und dadurch bei einem Feuer in der Lage sind, Erste Hilfe zu leisten, den Brand einzudämmen, bis die Feuerwehr eintrifft und bei Bedarf auch für eine rasche Evakuierung zu sorgen. 

Brandschutz im Betrieb: Wie viele Brandschutzhelfer sind notwendig?

Sie sind unsicher, wie viele Brandschutzhelfer Sie ausbilden lassen müssen? Das Gesetz orientiert sich dabei an der Größe eines Betriebs und den Brandgefährdungsklassen. Bei kleinen und mittleren Unternehmen mit normaler Brandgefährdung genügen in der Regel fünf Prozent der Belegschaft, um die vorgeschriebene „ausreichende Zahl“ zu ermitteln. 

Sicherer beraten sind Sie natürlich, wenn Sie einen Experten konsultieren, der sich vor Ort ein ausführliches Bild von Ihrem Unternehmen und Ihrem individuellen Gefährdungsrisiko bezüglich möglicher Brandquellen und kritischer Bereiche macht. 

Denn Betriebe sind so individuell wie ihre Menschen, und so kann auch ein einfaches Büro, das in einem denkmalgeschützten Fachwerkbau mit schlechter Isolierung und daraus resultierenden hohen Temperaturen in den Lagerräumen untergebracht wurde, ein weitaus höheres Brandrisiko aufweisen als eine Löt-Werkstatt in einem modernen Industriegebäude. 

Häufig macht es Sinn, sich nicht an den vorgegebenen 5 Prozent zu orientieren, sondern mehr Mitarbeiter als „ausreichend“ zu Brandschutzhelfern ausbilden zu lassen. Das gilt insbesondere in Schichtbetrieben, in denen nie alle Mitarbeiter gleichzeitig vor Ort sind. Bedenken Sie jedoch auch, dass es auch in Betrieben mit festen Kernarbeitszeiten immer zu gewissen Krankheitsständen kommen kann und regelmäßig Mitarbeiter im Urlaub sind, wegen Fortbildungen ausfallen oder betrieblich unterwegs sein können. 

Hinzu kommt die natürliche Fluktuation innerhalb eines Unternehmens: Durch Pensionierungen und Neueinstellungen kann die Zahl der ausgebildeten Brandschutzhelfer insbesondere in größeren Unternehmen starken Schwankungen ausgesetzt sein. 

Es ist also ratsam, diesbezüglich großzügiger zu planen und an moderne Fortbildungsmöglichkeiten zu denken, damit es im Zuge der Brandschutzhelfer-Ausbildungen nicht zu Engpässen kommt. So kann der theoretische Teil der Brandschutzhelfer-Ausbildung auch über digitales Lernen vermittelt werden. 

Welche Mitarbeiter eignen sich als Brandschutzhelfer im Betrieb?

Wie entscheiden Sie idealerweise, welche Mitarbeiter sich am besten für eine Brandschutzhelfer-Ausbildung in Ihrem Betrieb eignen? 

Zunächst einmal ist es wichtig, zu wissen, dass Sie niemanden gegen seinen Willen zum Brandschutzhelfer verpflichten können. Auch als betriebspsychologischen Gründen ist es ratsam, nicht einfach eine schriftliche Bestellung zum Brandschutzhelfer an Mitarbeiter X oder Y zu schicken, sondern vorher ein Gespräch mit Ihren Favoriten zu führen und Ihnen zu erläutern, worauf es bei ihrer Ehrenamt in Zukunft ankommt. 

Sicherlich gibt es langjährige Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen, zu denen Sie bereits ein solides Vertrauensverhältnis haben und die auch von ihren Kollegen für Ihre Erfahrung geschätzt werden. Dieser Punkt ist nicht zu verachten. Je respektierter und beliebter ein Brandschutzhelfer innerhalb der Belegschaft ist, desto leichter werden die Mitarbeiter seinen Anweisungen im Notfall folgen können. 

Sorgen Sie überdies dafür, dass auch innerhalb der zukünftigen Brandschutzhelfer-Crew „die Chemie stimmt“ und sie ein homogenes Team abgeben. Oft sorgt jedoch schon die gemeinsame Ausbildung dafür, dass diese Mitarbeiter sich untereinander verbundener fühlen als zuvor und sie ihre zukünftige Aufgabe motiviert und ihr Selbstwertgefühl stärkt. 

Denken Sie beim Aussuchen und Bestellen der Brandschutzhelfer auch an die betrieblichen Ersthelfer und Evakuierungshelfer, denn im Notfall müssen diese Personen reibungslos zusammenarbeiten können. 

Brandschutzhelfer im Betrieb - das müssen Sie wissen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Your Comment

Search this website