Brandschutzhelfer Aufgaben

Jeder Betrieb ist gesetzlich dazu verpflichtet, Brandschutzhelfer ausbilden zu lassen – und das mit gutem Grund. Denn zu den Brandschutzhelfer Aufgaben gehört es nicht nur, Brände zu bekämpfen, bis die Feuerwehr vor Ort ist, sondern auch, dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst zu einem solchen Ernstfall kommt. Allerdings trägt der Brandschutzhelfer keine juristische Verantwortung; er kann also nicht zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sich ein Feuer im Betrieb ausbreitret. Und: Brandschutzhelfer agieren ehrenamtlich und üben ihre Tätigkeit zusätzlich zu ihren normalen Aufgaben innerhalb des Unternehmens aus. 

Ideal ist es natürlich, wenn sich Mitarbeiter für dieses Ehrenamt Brandschutzhelfer bestellen lassen, die bereits Erfahrungen im Bereich Brandschutz und Brandbekämpfung gesammelt haben – beispielsweise in der Jugendfeuerwehr oder in der Freiwilligen Feuerwehr ihres Heimatorts. 

Doch es genügt bereits ein generelles Interesse am Thema und ein solides Verantwortungsgefühl, um nach der theoretischen und praktischen Ausbildung den unterschiedlichen Brandschutzhelfer Aufgaben gewachsen zu sein. 

Die wichtigsten Brandschutzhelfer Aufgaben im Überblick

Um ein gutes Gespür dafür zu bekommen, welche Mitarbeiter sich am besten für das Amt des Brandschutzhelfers eignen und inwiefern Sie zur Sicherheit Ihres Betriebs beitragen, verschaffen wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Aufgaben und Tätigkeitsfelder der Brandschutzhelfer. 

Präventive Tätigkeiten:
Aufgaben im Notfall:

WICHTIG: Die eigene Sicherheit geht immer vor. Trotz ihrer verantwortungsvollen Aufgaben dürfen Brandschutzhelfer niemals ihr eigenes Leben gefährden, um ein Feuer zu löschen oder Menschen aus den Flammen zu retten. 

Brandschutzhelfer wissen im Notfall, was zu tun ist. Dazu gehört auch das korrekte Bedienen der Feuerlöscher.
Brandschutzhelfer Aufgaben: So individuell wie Ihr Betrieb

Die Inhalte der Brandschutzhelfer Ausgaben sind gesetzlich geregelt und vorgeschrieben und werden in mindestens sechs Themenblöcken an die Auszubildenden vermittelt. Die Komplexität des Themas Brandschutz kann im theoretischen Teil nur gestreift werden; ähnlich ist es beim praktischen Teil. Die zukünftigen Brandschutzhelfer wissen anschließend, wie sie beispielsweise mit einem Feuerlöscher umgehen und haben dies auch live ausprobiert. Trotzdem ist Brandschutz immer eine individuelle Angelegenheit

Vergessen Sie deshalb beim Thema Brandschutzhelfer niemals, dass jedes Unternehmen in seiner Struktur, Ausrichtung und seinen Schwerpunkten unverwechselbar ist. Selbst bei einer Kette von Filialen, die immer gleich aufgebaut sind und deren Gebäude sich innen und außen teilweise bis ins Detail ähneln mögen, kann es gravierende Unterschiede geben, die bei der Entstehung und Bekämpfung eines Brandes entscheidend sein können. 

Fallbeispiel: Ländliche Filiale und die baugleiche Schwesterfiliale in der Großstadt

So kann eine ländliche Filiale, erbaut auf einer weitläufigen „grünen Wiese“ – also einem dünn besiedelten Gewerbegebiet am Rande eines größeren Dorfes – von der Feuerwehr womöglich wesentlich schneller und leichter erreicht werden als die baugleiche Schwesterfiliale inmitten einer belebten Großstadt. Denn auf dem Land gibt es kaum Ampeln und mit Staus ist außerhalb des Berufsverkehrs auch nicht zu rechnen. 

Gleichzeitig ist die Kommunikation unter den Beschäftigen in der ländlichen Filiale einfacher als in der Stadtfiliale, weil dort in den vergangenen Jahren zahlreiche fremdsprachige Kräfte eingesetzt wurden, zum großen Teil als geringfügig Beschäftigte. Die Fluktuation ist enorm. Man kennt sich untereinander kaum und manchmal versteht man sich wegen der Sprachbarrieren auch kaum, während die Belegschaft in der ländlichen Filiale fast schon als Familiengemeinschaft bezeichnet werden kann. 

Solche Faktoren können im Notfall eine immense Rolle spielen!

Diese Gegenüberstellung „Landidylle – Stadtleben“ ist nur eines von vielen Beispielen, warum es entscheidend ist, bei der Brandschutzhelfer Ausbildung und bei den Brandschutzhelfer Aufgaben immer genau hinzuschauen und sich bewusst zu machen, wo die Besonderheiten im eigenen Unternehmen vor Ort liegen. 

Bei starker Rauchentwicklung muss sofort gehandelt werden. Brandschutzhelfer sorgen für eine sichere Evakuierung.
Wer ist den Brandschutzhelfer Aufgaben gewachsen?

In kleineren, familiären Betrieben fällt es den Unternehmern meist nicht schwer, die passenden zukünftigen Brandschutzhelfer unter Ihren Beschäftigten zu finden und diesen zu vermitteln, welchen wertvollen Beitrag sie mit ihrer neuen Aufgabe für den Betrieb leisten können. Vergessen Sie dabei jedoch nicht, dass es bei den Brandschutzhelfer Aufgaben nicht nur auf die Bereitschaft, das Interesse und ein gut ausgeprägtes Verantwortungsgefühl ankommt. 

Die zukünftigen Brandschutzhelfer sollten überdies eine ausreichende Kenntnis ihres Betriebes haben und sich quasi blind auf dem Betriebsgelände auskennen. Um ein Beispiel zu nennen: Eine lokale Zeitungsredaktion beschäftigt seit zwanzig Jahren einen Pförtner, der alle Mitarbeiter beim Namen kennt und sich wegen seiner freundlichen, zuvorkommenden Art großer Beliebtheit erfreut. Allerdings verlässt er sein kleines Pförtnerhäuschen nur bei Feierabend; Ausnahme sind kurze Toiletten- und Rauchpausen. Sein Mittagessen nimmt er immer vor Ort ein – er muss ja stets anwesend sein. 

Fallbeispiel:  Hausmeister versus Pförtner – welche Faktoren sind entscheidend? 

So gern gesehen dieser Mann bei der Belegschaft und der Unternehmensführung auch ist: Der größte Teil des Betriebsgeländes ist ihm fremd; er ist mit den dortigen Begebenheiten und Besonderheiten einfach nicht vertraut. Der Hausmeister hingegen – wegen seiner etwas knurrigen, kurz angebundenen Art nicht so beliebt wie der Pförtner, aber handwerklich ein Tausendsassa – kennt jeden versteckten Winkel des Gebäudes und könnte sich auch im Dunkeln sicher von A nach B bewegen. Fluchtwege sind im bestens vertraut und er weiß längst, wo die feuergefährlichen Materialien lagern, welche Zufahrtswege unbedingt freigehalten werden müssen und welche Räume sich schnell aufheizen können. 

In diesem Falle wäre der Hausmeister also die bessere Wahl für das Amt des Brandschutzhelfers – alleine schon wegen seiner guten Ortskenntnis innerhalb des Betriebs. Doch auch auf das persönliche Engagement kommt es an: Ein Brandschutzhelfer, dem rasch alles zu viel wird und der kein Interesse hat, sich regelmäßig weiterzubilden, kann sich im Betrieb noch so gut auskennen – im Ernstfall ist möglicherweise kein Verlass auf ihn. 

Sie sind sich nicht sicher, wie viele Brandschutzhelfer Sie in Ihrem Unternehmen ausbilden sollten, um für eine größtmögliche Sicherheit garantieren zu können? 

Befürchten Sie, die Fortbildungen könnten zu viel Zeit in Anspruch nehmen und die Produktivität Ihres Betriebs gefährden? 

Haben Sie schon länger das Gefühl, dass Ihr Brandschutzkonzept auf wackeligen Füßen steht oder die eine Hand nicht mehr weiß, was die andere tut?

Kein Problem. Wir stehen Ihnen im Behördendschungel mit Rat und Tat zur Seite! Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich von uns Ihren kostenlosen Brandschutz-Check erstellen. 

Brandschutzhelfer Aufgaben nicht erfüllt: Wer haftet im Schadensfall?

Wie gut die Inhalte der Brandschutzhelfer Ausbildung verinnerlicht wurden und wie zuverlässig Menschen unter Stress das Gelernte abrufen können, zeigt sich oft erst im Notfall. Die einen wachsen über sich hinaus, die anderen erleben eine Art Blackout oder geraten in Panik. 

Kommt ein Brandschutzhelfer im Falle eines Feuers seinen Aufgaben nicht ausreichend oder sogar gar nicht nach, kann er dafür jedoch nicht in vollem Umfang haftbar gemacht werden – auch dann nicht, wenn sein menschliches Versagen zu einem Schaden in Millionenhöhe führt. Denn der Brandschutzhelfer hat im Betrieb lediglich eine unterstützende Funktion

Für den betrieblichen Brandschutz tragen Sie als Unternehmer die alleinige Verantwortung und damit auch für die Schäden, die bei einem Brand in Ihrem Betrieb entstehen können. 

Brandschutzhelfer müssen und dürfen  immer ihrem eigenen Leben den Vorrang geben

Unterlassene Hilfeleistung kann laut Gesetzbuch zwar bei jedem Menschen geahndet werden. Dennoch zählt immer der Einzelfall und die Frage, ob diese Hilfeleistung in dem Moment zumutbar war. Wenn ein schlecht ausgebildeter Brandschutzhelfer bei starker Rauchentwicklung in Panik gerät und fluchtartig das Gebäude verlässt, weil er glaubt, zu ersticken und das eigene Leben retten zu können, kann ihm daraus juristisch kein Strick gedreht werden. 

Selbstverständlich gilt: Je besser  wir auf eine Gefahrensituation vorbereitet sind und je realistischer die „Trockenübungen“ sind, desto souveräner können wir auf eine echte Gefahr reagieren. 

Alleine deshalb ist es unerlässlich, sich als Unternehmer intensiv mit dem Thema Brandschutz zu befassen und die Brandschutzhelfer Ausbildung nicht stiefmütterlich zu behandeln. Gut ausgebildete Brandschutzhelfer können im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden und Ihnen Ihr Lebenswerk retten. Betrachten Sie Ihre Brandschutzhelfer also als wertvolle Schutzengel, die zugleich positiv zum gesamten Betriebsklima beitragen.  

Wir achten bei unseren Brandschutzhelfer Ausbildungen auf lebensechte und realitätsnahe Übungseinheiten. Denn nur so sind die zukünftigen Brandschutzhelfer für den Ernstfall gewappnet. 

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie diese auf Ihrem Firmegelände umsetzen können, sprechen Sie uns an – gemeinsam finden wir eine Lösung!

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